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Hallo liebe Radiofreunde! Zum erstenmal schreibe ich hier eine
deutsche Seite. Vielleicht, wenn das gut klappt, schreibe ich mehr. Weil mein Deutsch
nicht sehr gut ist, hilft mir mein Freund Michael von radiosammlung.de,
und Fritz Lehmkühler, DB4IW. Danke Michael und Fritz!
Seit 2002 bin ich an allem interessiert, was mit Detektorempfängern
zu tun hat.
Alte Geräte im eBay sind leider sehr teuer. Ich möchte nur schöne
Radios bauen. Aber 50? Ja, ich bin ein Radiofanatiker!
Und jetzt zum meinem fünfzigsten Radio. Jedes Jahr in Januar oder Februar findet
in Amerika (und rund um die Welt) ein
Detektorempfängerwettbewerb. Wie
viele Sender kann man Zuhause empfangen? Und wie weit sind die Sender entfernt
? Der Wettbewerb macht viel Spaß.
Dieses Radio ist mit Spitzentechnik gemacht. Letztes Jahr habe ich
Nr. 35 gebaut. Dieses hier gezeigte Radio ist der Nr. 35
sehr ähnlich.
Besonders wichtig bei dem Detektorradio sind die hohe Empfindlichkeit und
Selektivität. Nur aufgrund der dicken HF-Litze ist das möglich.
Ich benutze 660/46-Litzendraht.
Das heißt, 660 kleine Drähte, und diese nur 0,05 mm dick! Er ist ganz einfach zu
löten. Du brauchst nur einen heißen Lötkolben und heizt die
Litze damit sehr stark auf..
Dieses Radio hat zwei Schwingkreise. Mit zwei Schwingkreisen kann man
sehr selektiv empfangen. In Amerika liegen die Senderfrequenzen im 10-kHz-Raster,
es ist leicht auf fast allen Frequenzen einen Sender zu empfangen. Nur wenn
ein Sender sehr stark ist, dann ist der Nachbarsender etwas schwer
zu hören.
Auch wichtig ist die Qualität des Drehkos.
Dieser Drehko ist keramisch isoliert. Der LC-Wert (Q) ist sehr hoch.
Diese Bauteile sind nicht billig. Man kann bei eBay gute Drehkos kaufen.
(Wenn diese Seite nicht zu viele Leute gelesen haben) :)
Mein DX-Empfänger ist in zwei Teiln aufgebaut. Links ist die Antennenabstimmung
und rechts der Detektor.
Es ist wichtig, dass die zwei Spulen ungefähr 30 bis 50 Zentimeter
voreinander entfernt sind. Die Kopplung ist sehr lose. Die beiden Teile sind aus Holz
gebaut, jedes Stück ist
15x38 cm groß.
Die Antennenabstimmung hat einen Vierfach-Drehko. Ein Zweifach-Drehko
genügt auch. Benutze, was du hast. Mit 2x500 pF kann man alle MW-Frequenzen zwischen 520 und 1700 kHz anpassen. Die Spule muss
etwa 160 µH Induktivität haben. Ich benutze fast immer Spinnennetz-Spulen,
weil sie eine sehr geringe Eigenkapazität haben. Wenn die
Eigenkapazität niedrig ist, ist die Spule am besten. Auch kann man den gesamten MW-Bereich abstimmen. Mit einer Zylinderspule ohne
Luft zwischen den Windungen ist es schwer den gesamten MW-Bereich zu
hören.
Übrigens: bitte, benutze eine isolierte Verbindung zwischen
dem Drehko und dem Drehknopf. Dies ist wegen des Handkapazitäts-Effekts
wichtig.
Die Spinnennetz-Spulenform ist aus Styrol geschnitten. Styrol hat
sehr gut HF-Qualitäten. Das Stryol ist 1,5 mm dick. Der Zuschnitt ist mit einer
Kreissäge einfach. Die Antennenspule hat 33 Windungen. Die Detektorspule
hat 41 Windungen (etwa 260 µH). Die Spulennabe hat einen Durchmesser von 6,3 cm.
Die Außenmaße der Spulen sind 16,5 (Antennenspule) und 19,7 cm (Detektorspule).
Es ist wichtig, dass Feintriebe an jedem
Drehko benutzt werden. Andernfalls könnten einige schwache
Sender beim Durchstimmen verpasst werden. Die Skala hat einen Durchmesser von 10 cm.
Die Skalenzahlen wurden mit Plastikaufklebern hergestellt, die Selektivität wird mit einem Differential-Drehko gesteuert. Wenn du keinen Differential-Drehko hast, dann genügt ein
normaler Drehko auch.
Wenn dieser Drehko ganz eingedreht ist, dann haben wir
wenig Selektivität,
aber hohe Empfindlichkeit. Und wenn der Drehko herausgedreht ist, dann
haben wir wenig Selektivität sehr hoch, die Lautstärke jedoch leise.
Mein Radio hat einen Diodenumschalter. Ich möchte mit
verschiedenen Dioden arbeiten, wobei ich verschiedene Germanium- oder Schottky-Typen
benutze. Silizium-Dioden sind nicht empfehlenswert. Zwischen 1200 und 1700
kHz sind die Schottky-Dioden am besten. Wegen der verringerten Dämpfung wird die
Selektivität verbessert.
Der Diodenwahlschalter ist aus keramisch isoliertem Material hergestellt.
Es ist wichtig, einen Ausgangsübertrager zwischen Detektor und Kopfhörer
zu benutzen. Die Impedanz an den Dioden beträgt zwischen 100 und etwa 500
Kiloohm. Kopfhörer gibt es mit einem Widerstand zwischen 500 und 2000
Ohm. Normalweise sind Ausgangsübertrager ziemlich
teuer. Aber es gibt auch eine günstigere Lösung. Hier kann
man AÜ kaufen ( Bestellnr.: 952.431 - nur 6,50 Euro). Hier sind weitere
Informationen.
Wenn Du Fragen hast, schreib mich bitte an. Viel Spaß beim
Nachbauen. Euer Dave.
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